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Leistungsbewertung im öffentlichen Dienst in den Leistungsbewertung im öffentlichen Dienst in den Mitgliedstaaten der EU: Verfahren zur Leistungsbewertung, für Mitarbeitergespräche und Zielvereinbarungen

Christoph Demmke
ISBN 13 EIPA Code #: 2007/04 Year: 2007 Pages: 139


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Description


Auch in Englisch erhältlich
Klassische Leistungsbeurteilungen wurden in den letzten Jahren europaweit sehr kritisch bewertet. Häufig wurden Leistungsbeurteilungen (wenn sie überhaupt durchgeführt wurden) als notwendige Pflichtaufgaben im Verwaltungsalltag empfunden. Weder Vorgesetzte noch Mitarbeiter hatten ein Interesse an Beurteilungen, beide allerdings aus unterschiedlichen Motivationen. Während die eine Gruppe nicht beurteilen wollte, wollte die andere Gruppe nicht beurteilt werden. Häufig waren Leistungsbeurteilungen ohne Konsequenzen: In vielen Fällen hatte die Durchführung von Beurteilungen keine durchgreifenden Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen des Personals. Das Prinzip der lebenslangen Anstellung, das Senioritätsprinzip sowie mehr oder weniger automatische Beförderungen, stellten den Nutzen von Leistungsbeurteilungen in Frage. Ein zusätzlicher Schwachpunkt stellte das Beurteilungssystem dar: Bürokratische Anforderungen und eine Vielzahl an Beurteilungsmerkmalen führten zu subjektiven Beurteilungen. Zu Recht wurde diese Subjektivität sowie die häufige Tendenz immer wieder kritisiert, zu gute Noten zu vergeben, um interne Konflikte im Personalmanagement zu vermeiden.
Mittlerweile haben sich die klassischen Legitimationsprobleme des Instruments der Leistungsbeurteilung grundsätzlich verändert. Daneben ist das Instrument als solches wesentlich wichtiger geworden. In vielen Mitgliedstaaten ist die Leistungsbeurteilung heute stärker und konsequenter mit personellen Konsequenzen verbunden, die Auswirkungen auf Leistungsabsprachen, Leistungsbezahlung, Laufbahnentwicklung, Beförderungsentscheidungen und – zunehmend – Arbeitsplatzsicherheit haben. Mit diesen Änderungen rückt das Instrument der Leistungsbewertung in das Zentrum des Personalmanagements. Hingegen ist dieses Instrument nicht nur wichtiger geworden. Vielmehr erfordert die gestiegene Bedeutung des Instruments auch eine verbesserte Anwendung und Professionalisierung des gesamten Managementprozesses. In dieser Studie wird dieser Reformprozess untersucht und analysiert.
Diese Veröffentlichung von Christoph Demmke untersucht den gegenwärtigen Reformprozess von einer vergleichenden – und (erstmals) empirischen Perspektive in den öffentlichen Verwaltungen der EU-Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und Norwegen.